Organisation, Köpfchen und das richtige Material
Der Betrieb sollte möglichst nicht unterbrochen werden, als über einer Halle für das PET-Recycling und die Dosensortierung ein Sheddach abgedichtet werden sollte. Die Vorgabe war deshalb, dass wir diese Abdichtung mitsamt Begrünung möglichst schnell abwickeln.
Die Arbeiten
Die Sheddach-Abdichtung wurde auf eine bauseitige Trapezblech-Unterkonstruktion ausgeführt. Dabei ging das Unternehmen Schritt für Schritt vor: Es verlegte eine vollflächige selbstklebende Aluminium-Dampfsperrbahn aus Alutrix 600, dazu eine 50 Millimeter dicke PU-Isolation, damit es in der unbeheizten und offenen Halle zu keiner Kondensation kommt. Dann wurde eine Abdichtung aus Resitrix SK W aufgetragen und die Nähte wurden mit einem Heissluftautomaten verschweisst. Wir wählten dieses Material, da es einlagig verbaut werden kann und wir dadurch die 1'800 Quadratmeter Fläche sehr schnell abdichten konnten. Ausserdem verlegten wir Wasserspeicherelemente, um den Rückhalt der Feuchtigkeit zu ermöglichen und das Abrutschen der Dachbegrünung aus Ziegelschrott und Sedum-Ansaat zu verhindern, und wir montierten Einzelanschlagpunkte. In sie kann während Unterhaltsarbeiten auf dem Dach ein temporäres Führungsseil zur Absturzsicherung eingezogen werden.
Die Herausforderung
Grundsätzlich sei es ein einfach zu realisierendes Dach gewesen. Aber der Zeitfaktor, die 14,5 Grad Neigung und das faltenfreie Ausbilden der Kehlrinnen waren durchaus herausfordernde Vorgaben. Dadurch, dass wir mit Resitrix-Material arbeiteten, waren sämtliche Arbeiten inklusive Absperrung, Isolation, Abdichtung und Begrünung schon nach fünf Wochen erledigt. Für eine solche Abdichtung ist Resitrix ein eher teures Material, mit dem wir seltener arbeiten. Aber es ist sehr schnell verlegt. Die Mehrkosten für die Abdeckung sparten wir durch die rasche Montagezeit locker wieder ein. Hätten wir das konventionell mit einem Bitumendach realisiert, wäre das viel schwieriger gewesen, und es hätte deutlich länger gedauert. Das war also eine gute Wahl, für die uns der Architekt auch Spielraum gelassen hat.
Das Material
Für eine solche Erfolgsgeschichte brauche es auch die Architekten und Planer und deren Vertrauen in die Handwerker, um neue Wege zu gehen. Resitrix, welches durch Resiswiss AG hierzulande vertrieben wird, gibt es zwar bereits seit rund 40 Jahren. In der Schweiz erfolgte der Markteintritt offiziell aber erst vor etwa 10 Jahren. Das Produkt kann wie ein Abziehbild von der Schutzfolie gezogen und in einem Guss auf die Dachfläche verlegt werden. Interessant an einem solchen Objekt ist die deutlich hochwertigere Dachhaut, ohne dafür mehr Geld ausgegeben zu haben. Einfach, weil sie sehr effizient realisierbar ist. Das bedingte aber gut geschultes Person. Die SC Haller AG sammelte zuvor bereits Erfahrungen mit dem Produkt, liess aber dennoch das ganze Team nochmals schulen, bevor das Objekt in Angriff genommen wurde. Sie arbeiteten nicht einfach schnell, sondern mit Köpfchen. Diese Professionalität war bemerkenswert.




